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<title>Geiranger</title>
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<p><b>Geiranger</b> ist ein Ort in der <a href="Norwegen" title="Norwegen">norwegischen</a> Kommune Stranda, bekannt für seine malerische Lage am <a href="Geirangerfjord" title="Geirangerfjord">Geirangerfjord</a>, der zum <a href="UNESCO-Welterbe" title="UNESCO-Welterbe">UNESCO</a>-Weltkulturerbe gehört.
</p><p>Der Ort hat etwa 200 Einwohner und ist ein beliebtes Ziel für Touristen, die die beeindruckenden Wasserfälle, darunter die bekannten <a href="Sieben_Schwestern_(Wasserfall)" title="Sieben Schwestern (Wasserfall)">Sieben Schwestern</a>, sowie die umliegenden Berge und Wanderwege erkunden möchten.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Lage_und_Bevölkerung"><span id="Lage_und_Bev.C3.B6lkerung"></span>Lage und Bevölkerung</h2></div>
<p>Der Ort liegt von hohen Bergen umgeben am Ende des Geirangerfjordes in der Provinz <a href="M%C3%B8re_og_Romsdal" title="Møre og Romsdal">Møre og Romsdal</a> und hat etwa 250 Einwohner; in den Sommermonaten steigt diese Zahl auf bis zu 2000 Einwohner an. Derzeit besuchen 14 Kinder den örtlichen Kindergarten und 27 Kinder die örtliche Schule (erste bis zehnte Klasse). Die Einwohner leben fast ausschließlich vom Tourismus, es kommen neben den <a href="Hurtigruten" title="Hurtigruten">Hurtigruten</a>-Schiffen jährlich bis zu 200 Kreuzfahrtschiffe im Geirangerfjord und somit in Geiranger an. In den Wintermonaten ist der Fjord nicht schiffbar, da von den umliegenden Bergen Lawinen abgehen, die dann hohe Wellen verursachen.
</p><p>Autofähren fahren in der Sommersaison von Geiranger mehrere Male am Tag durch den Geirangerfjord nach <a href="Hellesylt" title="Hellesylt">Hellesylt</a>. Östlich oberhalb des Orts erstreckt sich der Wasserfall <a href="Grinddalsfossen" title="Grinddalsfossen">Grinddalsfossen</a>.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Geschichte">Geschichte</h2></div>
<p>Wohl bereits ab 1450 bestand in Geiranger eine Kirche, der <a href="Kirche_von_Geiranger" title="Kirche von Geiranger">heutige Kirchenbau</a> stammt jedoch erst von 1842. Der Verkehr nach und von Geiranger wurde ursprünglich weitgehend über den Wasserweg abgewickelt. Schon im 15. Jahrhundert bestand jedoch in den Sommermonaten ein Gebirgsweg von Geiranger nach <a href="Lom_(Norwegen)" title="Lom (Norwegen)">Lom</a>. In den 1850er Jahren nahm der Handelsverkehr auf der Strecke deutlich zu. So wurden aus Lom Beiz, Birkenrinde, Falken, Getreide, Leder und Teer nach Geiranger geliefert. Im Gegenzug wurden Eisen, Fisch (v. a. Hering), Salz und Textilien in Richtung Lom transportiert.<sup id="cite_ref-1" class="reference"><a href="#cite_note-1"><span class="cite-bracket">[</span>1<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Als erstes Dampfschiff erreichte 1858 die <i>D/S Sunnmöre</i> Geiranger. Im Jahr 1867 eröffnete Martinus K. Maråk ein erstes Wirtshaus in Geiranger. Häufiger Gast war hier <a href="Hans_Hagerup_Krag" title="Hans Hagerup Krag">Hans Hagerup Krag</a>, der sich Verdienste um den norwegischen Straßenbau erwarb. Der für den Ort bedeutende Tourismus setzte ab 1869 ein. 1880 schlug Krag vor, die Straße von Geiranger hoch hinauf zum <a href="Dalsnibba" title="Dalsnibba">Dalsnibba</a> zu bauen, um insbesondere den Tourismus weiterzuentwickeln. Am 29. November 1881 begannen die Arbeiten an der <a href="Geirangerstra%C3%9Fe" title="Geirangerstraße">Geirangerstraße</a>, 1882 wurde der <a href="Knuten" title="Knuten">Knuten</a> fertiggestellt. Die Einweihung der Geirangerstraße erfolgte am 15. August 1889, der <a href="Nibbevegen" title="Nibbevegen">Nibbevegen</a> zum Dalsnibba entstand aber erst in den 1930er Jahren. Parallel zum Bau der Geirangerstraße wurde 1885 auch der Hafen ausgebaut, um Dampfschiffen bessere Anlegemöglichkeiten zu geben.<sup id="cite_ref-2" class="reference"><a href="#cite_note-2"><span class="cite-bracket">[</span>2<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Außerdem errichtete N.P. Veiberg 1884 das <i>Geiranger Hotell</i>.<sup id="cite_ref-3" class="reference"><a href="#cite_note-3"><span class="cite-bracket">[</span>3<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> 1891 folgte das <i>Union Hotel</i>.<sup id="cite_ref-4" class="reference"><a href="#cite_note-4"><span class="cite-bracket">[</span>4<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Ab den 1890er Jahren besuchte der deutsche Kaiser <a href="Wilhelm_II._(Deutsches_Reich)" title="Wilhelm II. (Deutsches Reich)">Wilhelm II.</a> in der Zeit bis 1914 mehrmals Geiranger.
</p><p>Tatsächlich wuchs der Tourismus weiter an. 1907 wurde die Gesellschaft <i>Geiranger Skysslag</i> gegründet. In ihr schlossen sich im örtlichen <a href="Fremdenverkehr" class="mw-redirect" title="Fremdenverkehr">Fremdenverkehr</a> Aktive zusammen, die insbesondere die Ausflüge der Touristen organisierten. 1910 hatte sie bereits etwa 36 Mitglieder. Für den Transport wurden eigene Pferdewagen gebaut. Der Inhaber des Union Hotels, Karl Mjelva I, gründete 1907 die <i>Geiranger Vognfabrik</i>, die Pferdekutschen und etwas später Autos baute. Ab 1911 baute man eigene Autokarosserien für <a href="Opel" title="Opel">Opel</a>-Modelle. Die Fahrzeuge hatten sieben bis neun Sitze. Ab 1913 entstanden auch Busse. Es wurde ein Busdienst über <a href="Grotli" title="Grotli">Grotli</a> nach <a href="Stryn" title="Stryn">Stryn</a> eingerichtet. Schon im Jahr 1920 wurden in Geiranger 112 Touristenschiffe gezählt. In den 1920er und 1930er Jahren wuchs der Tourismus noch deutlich an. Mit den per Schiff in Geiranger ankommenden Reisenden wurden Ausflüge in das nahe Gebirge organisiert. In Spitzenzeiten wurden bereits damals mehr als 100 Fahrzeuge zum Transport der Touristen eingesetzt. 1955 wurde die <a href="Adlerstra%C3%9Fe_(Norwegen)" title="Adlerstraße (Norwegen)">Adlerstraße</a> nach Eidsdal eingeweiht.
</p><p>Auf Initiative von Karl Mjelva II wurde in Geiranger das Museum Norsk Fjordsenter errichtet und am 14. Juni 2002 durch Königin <a href="Sonja_von_Norwegen" title="Sonja von Norwegen">Sonja von Norwegen</a> eröffnet.
</p><p>Geiranger war auch im norwegischen Katastrophenfilm <i><a href="The_Wave_%E2%80%93_Die_Todeswelle" title="The Wave – Die Todeswelle">The Wave – Die Todeswelle</a></i> einer der Handlungsorte. Das im Film thematisierte Hotel gibt es in abgewandelter Form tatsächlich.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Sehenswürdigkeiten"><span id="Sehensw.C3.BCrdigkeiten"></span>Sehenswürdigkeiten</h2></div>
<ul><li><a href="Geirangerfjord" title="Geirangerfjord">Geirangerfjord</a></li>
<li><a href="Adlerstra%C3%9Fe_(Norwegen)" title="Adlerstraße (Norwegen)">Adlerstraße</a></li>
<li><a href="Dalsnibba" title="Dalsnibba">Dalsnibba</a>, ein Berggipfel</li>
<li><a href="Knuten" title="Knuten">Knuten</a>, eine Straßenschleife</li>
<li><a href="Kirche_von_Geiranger" title="Kirche von Geiranger">Kirche von Geiranger</a></li>
<li>Flydalsjuvet Aussichtspunkt</li>
<li>Norsk Fjordsenter</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Persönlichkeiten"><span id="Pers.C3.B6nlichkeiten"></span>Persönlichkeiten</h2></div>
<p>In Geiranger geboren wurden der Politiker Ole Martin Gausdal (1860–1960) und der Autor Knut Olav Homlong (* 1969).
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Literatur">Literatur</h2></div>
<ul><li>Gertrude M. Marsh: <i>Geiranger</i>. Norsk Fjordsenter Geiranger, 2004, ISBN 82-519-1963-0.</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Weblinks">Weblinks</h2></div>
<div class="sisterproject" style="margin:0.1em 0 0 0;"><div class="noresize noviewer" style="display:inline-block; line-height:10px; min-width:1.6em; text-align:center;" aria-hidden="true" role="presentation"><span class="mw-default-size" typeof="mw:File"><span title="Commons"></span></span></div><b><span class=""><a class="external text" href="https://commons.wikimedia.org/wiki/Geiranger?uselang=de"><span lang="en">Commons</span>: Geiranger</a></span></b> – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien</div>
<ul><li><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.fjordnorway.com/de/sehenswurdigkeiten/geiranger">Geiranger Webseite der Tourist-Info</a></li>
<li><style data-mw-deduplicate="TemplateStyles:r261891140">
/* start https://de.wikipedia.org/ */
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/* end https://de.wikipedia.org/ */
</style><a rel="nofollow" class="external text" href="https://web.archive.org/web/20041017134832/http://www.visitnorddal.com/destinasjon/">Destinasjon Geirangerfjord – Trollstigen, mit Informationen aus den 2000er-Jahren</a> (<span class="webarchiv-memento"><a href="Webarchivierung#Begrifflichkeiten" title="Webarchivierung">Memento</a></span> vom 17. Oktober 2004 im <i><a href="Internet_Archive" title="Internet Archive">Internet Archive</a></i>)</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Einzelnachweise">Einzelnachweise</h2></div>
<ol class="references">
<li id="cite_note-1"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-1">↑</a></span> <span class="reference-text">Gertrude M. Marsh: <i>Geiranger</i>. Norsk Fjordsenter Geiranger, 2004, ISBN 82-519-1963-0, S. 65.</span>
</li>
<li id="cite_note-2"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-2">↑</a></span> <span class="reference-text">Gertrude M. Marsh: <i>Geiranger</i>. Norsk Fjordsenter Geiranger, 2004, ISBN 82-519-1963-0, S. 65 ff.</span>
</li>
<li id="cite_note-3"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-3">↑</a></span> <span class="reference-text">Gertrude M. Marsh: <i>Geiranger</i>. Norsk Fjordsenter Geiranger, 2004, ISBN 82-519-1963-0, S. 70.</span>
</li>
<li id="cite_note-4"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-4">↑</a></span> <span class="reference-text">Gertrude M. Marsh: <i>Geiranger</i>. Norsk Fjordsenter Geiranger, 2004, ISBN 82-519-1963-0, S. 71.</span>
</li>
</ol>
<p><span class="geo noexcerpt" style="display:none"><span class="body"></span><span class="latitude">62.099722222222</span><span class="longitude">7.205</span><span class="elevation"></span></span><span id="coordinates" class="coordinates -print"><span title="Koordinatensystem WGS84">Koordinaten: </span><a class="external text" href="geo:62.099722222222,7.205"><span title="Breitengrad">62° 6′ <abbr title="Nord">N</abbr></span>, <span title="Längengrad">7° 12′ <abbr title="Ost">O</abbr></span></a></span>
</p>
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<div>
Normdaten (Geografikum): <a href="Gemeinsame_Normdatei" title="Gemeinsame Normdatei">GND</a>: <span class="-print"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://d-nb.info/gnd/4440255-7">4440255-7</a></span> | <a href="Library_of_Congress_Control_Number" title="Library of Congress Control Number">LCCN</a>: <span class="-print"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://id.loc.gov/authorities/n94115373">n94115373</a></span> | <a href="Virtual_International_Authority_File" title="Virtual International Authority File">VIAF</a>: <span class="-print"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://viaf.org/viaf/138532166/">138532166</a></span> </div>
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